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Du möchtest ein Handy selbstständig überwachen?

Wir helfen dir in diesem Ratgeber gerne weiter. Auf dieser Seite informieren wir dich hinsichtlich der Themen Handy-Überwachung und –Spionage und gehen unter anderem auf folgende Aspekte ein:

  • Ein Vergleich derzeit populärer Apps für die Handyüberwachung.
  • Schutzmaßnahmen gegen die Handy-Spionage auf deinem eigenen Smartphone
  • Die rechtlichen Rahmenbedingungen einer Handyüberwachung.
  • Die Risiken, welche du bei der Verwendung dieser Spionage-Apps möglicherweise eingehst.
Handy-Überwachung

Wann darf eine Handyüberwachung erfolgen?

Innerhalb der Bundesrepublik Deutschland darfst du nur dann eine Überwachung (sowie eine Ortung mithilfe von GSM- oder GPS-Lokalisierung) durchführen, wenn es sich bei dem Zielgerät um dein eigenes Gerät handelt! Möchtest du das Smartphone einer anderen Person überwachen, benötigst du zwingend deren Einverständnis. Solltest du gegen diese Einschränkung verstoßen, verletzt du das Persönlichkeitsrecht der betroffenen Person und diese könnte gegen dich Anzeige erstatten.

Je nach Schwere des Vergehens kann die Überwachung eines Smartphones ohne Erlaubnis daher spürbare Konsequenzen haben, wie etwa hohe Geldstrafen, die gegen dich verhängt werden. Es handelt sich daher NICHT um ein Kavaliersdelikt, wenn du beispielsweise das Handy deiner Freundin oder deines Freundes ausspionierst, sondern um eine Straftat – auch wenn du keine „bösen Absichten“ hattest.

Polizeiliche Überwachung von Smartphones

Staatliche Organe wie etwa die Polizei oder auch Rettungsdienste sind dazu berechtigt, unter bestimmten Voraussetzungen die soeben genannten Einschränkungen zu umgehen, ohne dabei das Persönlichkeitsrecht zu verletzen. Dazu muss die Handyortung allerdings dazu führen, dass beispielsweise eine Straftat vereitelt wird oder auch die Rettung einer Person aus einer möglicherweise lebensbedrohlichen Situation geschehen soll. In den allermeisten Fällen benötigt aber selbst die Polizei für dieses Vorgehen einen richterlichen (Eil-)Beschluss.

Überwachung und Spionage nach einer Einverständniserklärung durch Dritte

Falls die Person, welche du überwachen möchtest, ihr Einverständnis für diese Spionageaktivitäten gegeben hat, darf eine Überwachung erfolgen. Ein populäres Beispiel in deutschen Unternehmen sind Smartphones, welche ausschließlich dienstlich genutzt werden sollen. Durch eine Klausel im Vertrag darf der Arbeitgeber die Überwachung des Handys durchführen, um so sicherzustellen, dass das Handy ausschließlich für den vorgesehenen Zweck – und nicht etwa private Telefonate, welche das Unternehmen letztendlich Geld kosten – genutzt wird. Sollte sich ein solcher Abschnitt nicht im Arbeitsvertrag finden, ist die Spionage selbstverständlich nach wie vor illegal.

Weiterhin muss der Arbeitgeber spezifizieren, welche Daten genau ausgewertet werden. Ist vertraglich geregelt, dass Zeitpunkte und Daten von ausgehenden Gesprächen überprüft werden, darf der Arbeitgeber nicht willkürlich auf den Browserverlauf oder auch die versendeten SMS-Nachrichten zugreifen.

Sonderfall: die eigenen Kinder

Für die Überwachung der eigenen Kinder muss, sofern sie noch minderjährig sind, keine gesonderte Einverständniserklärung vorliegen. Die Überwachung darf in dieser Situation ohne weitere Schritte sofort erfolgen. Sinnvoll ist dieses Vorgehen etwa bei jungen Kindern, welche alleine in die Schule gehen und über deren Wohlbefinden du informiert sein möchtest.

Welche Datensätze werden überwacht?

Einfache Handys, die im Fachjargon inzwischen auf den Namen Feature-Phone hören, können nur relativ eingeschränkt überwacht werden. Die Spionage kann unter anderem auf folgende Kanäle angewendet werden:

  • Eine Lokalisierung des Anwenders durch eine (häufig nicht zu 100 % genaue) Ortung über das GSM-Netz.
  • Der Verlauf von aus- und eingehenden Anrufen sowie die Inhalte des Gesprächs.
  • Der Verlauf von aus- und eingehenden SMS- und MMS-Nachrichten sowie deren Inhalt.

Durch die sehr viel umfangreicheren Funktionen von Smartphones oder auch Tablets kann auch die Überwachung wesentlich präziser durchgeführt werden. Dazu zählen:

  • Eine exakte Lokalisierung durch GPS-Daten sowie eine durch Geo-Fencing gesendete Benachrichtigung, sofern das Ziel der Spionage einen vorher festgelegten Bereich verlässt.
  • Die Überwachung von Messenger-Daten oder Aktivitäten in sozialen Netzwerken, wozu etwa WhatsApp, Facebook, Skype, Twitter, Instagram, Snapchat oder Google+ zählen.
  • Ein Protokoll der E-Mail-Aktivitäten sowie des Browserverlaufs.
  • Die Übermittlung persönlicher Daten, wozu Dokumente, aber auch Bilder und Videos zählen.
  • Einsicht in den eventuell bestehenden Kalender sowie das komplette Adressbuch und die auf dem Zielgerät installierten Apps.
  • Ein exaktes Protokoll der Tasteneingaben, welche auf einer virtuellen oder echten Tastatur getätigt werden.

 

Warum findet eine Handyüberwachung statt?

Trotz der teilweise erschreckenden Ausmaße der Spionage, die wir im letzten Abschnitt deutlich gemacht haben, sprechen dennoch zahlreiche Gründe für eine Überwachung von fremden Handys. Dazu zählen die folgenden Punkte:

1. Sicherheit

Eltern können ihre Kinder, wie bereits erwähnt, besser beaufsichtigen. Gleichzeitig dient eine erlaubte Lokalisierung der Smartphones von anderen Personen aber auch dazu, um etwa in Unglücksfällen in schwer zugänglichem Gelände eine sehr schnelle und exakte Ortung durchzuführen.

2. Kontrolle

Innerhalb von Unternehmen ist die Handyüberwachung ein häufiger genutztes Tool. Der Arbeitgeber kann dadurch etwa erfahren, wo sich der Mitarbeiter aufhält, ob das Gerät tatsächlich nur für dienstliche Zwecke genutzt wird oder wie die Kommunikation mit wichtigen Kunden abläuft. Dieses Mittel sollte allerdings sparsam eingesetzt werden, da eine Atmosphäre des kontinuierlichen Misstrauens eine Unternehmenskultur schnell ruinieren kann.

3. Diebstahlschutz

Mit einer App für die Überwachung des eigenen Smartphones kann das Gerät über ein Web-Interface gesperrt werden. Auch die Löschung aller Daten oder das Aussenden eines lauten Signaltons im Fall eines Verlusts sind möglich. Wer sicher ist, dass das Handy gestohlen wurde, kann so den Zugriff auf persönliche Daten verhindern. Passende Apps für diesen Zweck gibt es sowohl für Android als auch iOS und Windows 10 Mobile.

Negative Gründe für eine Handyüberwachung sind jedoch leider ebenfalls denkbar. Dazu zählen:

4. Überwachung durch Geheimdienste

NSA, GHCQ & Co. überwachen ebenfalls gerne Smartphones, was spätestens seit Edward Snowden kein Geheimnis mehr ist. Dabei werden nicht nur Privatpersonen abgehört, sondern auch wichtige Entscheidungsträger aus Politik und Wirtschaft, wie die Spionageaffäre um Angela Merkel gezeigt hat.

5. Dienstahl von Daten

Passwörter für Online-Banking oder auch die Nutzung von Kreditkarten-Webinterfaces sind häufig auf Smartphones gespeichert. Durch direkten Zugriff auf diese Daten ist ein Missbrauch denkbar.

Welche Maßnahmen helfen gegen die Handy-Spionage?

Gegen eine geheimdienstliche Überwachung bist du zwar machtlos, mit einigen einfachen Ratschlägen kannst du jedoch die Wahrscheinlichkeit, von Privatpersonen überwacht zu werden, deutlich reduzieren. Installiere beispielsweise niemals Apps, welche nicht aus den offiziellen App-Stores – also dem Google Play Store, dem App-Store von Apple oder dem Windows Store – stammen. Nur dort findet eine vorherige Überprüfung der Apps statt, sodass verdeckte Spionagefunktionen nur in Ausnahmefällen vorhanden sind.

Verleihe außerdem das Handy nicht an Menschen, welche du nicht kennst und/oder welchen du nicht vertraust. Das trifft insbesondere auf Geräte zu, welche du dienstlich nutzt. Security-Apps können dabei helfen, Gefahren zu identifizieren – wie etwa installierte Trojaner, welche die Tastatureingaben protokollieren. Populäre Anwendungen sind etwa avast! oder auch CM Security sowie Lookout Mobile Security. Dadurch werden Bedrohungen oftmals frühzeitig erkannt, was durch die eingebaute Heuristik auch auf Apps zutrifft, welche mit bislang unbekannten Spionageprogrammen infiziert sind.