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Handy-Spionage: So können Sie Handys ausspionieren

Was ist Handy-Spionage – wie funktioniert es, was passiert dabei technisch und ist es möglich, eine Spionageaktion auch selbst durchzuführen? Antworten auf diese Fragen und wie der Selbstschutz gegen Spionage realisiert werden kann liefert dieser Artikel.

Was versteht man unter Handy-Spionage?

Die Handy-Spionage hat nichts mit der gewöhnlichen Ortung eines Smartphones zu tun. Diese zwei Begriffe – Handyortung und Handy-Spionage – sind strikt getrennt und unterliegen auch rechtlich gesehen unterschiedlichen Auflagen und Eigenschaften. Wie es der Begriff schon erahnen lässt, ist die Spionage deutlich umfangreicher aufgebaut und eher darauf ausgerichtet, an sehr viele Daten der Zielperson zu gelangen – während die Ortung selbst nicht einmal den Standort der Person freigibt, sondern nur den derzeitigen Standpunkt des Handys. Zu den zahlreichen ermittelten Daten, die mittels einer Spionage erfasst werden können, zählen etwa aufgenommene Gespräche oder Nachrichten sowie eine Übersicht über die Apps oder auch den Browser- und E-Mail-Verlauf sowie eventuell auch die Erstellung aus Bewegungsprofils.

Wie läuft eine moderne Handy-Spionage ab?

Glück im Unglück: Die Form von Spionage, die wir soeben beschrieben haben, ist nur dann möglich, wenn auf dem Smartphone eine passende App installiert wird. Nur dadurch lassen sich die gesammelten Daten speichern und im Bedarfsfall an andere Personen weiterleiten. Die Anbieter der Spionage-Software machen es dem Anwender inzwischen sehr bequem: Über ein einfaches Web-Interface lassen sich die Eigenschaften des Programms steuern, sodass nicht einmal die Installation einer passenden Software auf dem für die Spionage verwendeten Computer oder Notebook notwendig ist.

Aus welchen Gründen findet Handy-Spionage statt?

Die Anlässe, welche zur Handy-Spionage verleiten, sind vielfältig. Unter anderem sind folgende Punkte denkbar:

  • Mehr Sicherheit für Kinder oder ältere, möglicherweise geistig nicht mehr komplett gesunde Angehörige. Die Spionage der eigenen Kinder ist grundsätzlich erlaubt, bei älteren Personen ist deren Einverständnis erforderlich.
  • Überwachung von Mitarbeitern eines Unternehmens: Solange ein Arbeitnehmer sein Einverständnis gibt und einen entsprechenden Vertrag unterzeichnet, ist die Überwachung rechtlich gesehen einwandfrei. Allerdings müssen die zu überwachenden Faktoren exakt vom Arbeitgeber eingehalten werden.

Negative, rechtlich nicht erlaubte Anwendungszwecke sind aber ebenso denkbar. Dazu zählen beispielsweise:

  • Die Überwachung eines Partners, falls er oder sie der Untreue verdächtigt wird. Dies ist selbstverständlich kein ausreichender Grund für eine umfassende Spionage.
  • Kriminelle Hintergründe: Passwörter, Bankdaten, Kreditkarteninformationen und dergleichen mehr dürfen natürlich nicht ausgespäht werden. Auch die Überwachung hochrangiger Personen aus Wirtschaft und Politik – man denke nur an die Überwachung von Bundeskanzlerin Merkel durch die NSA – ist selbstverständlich nicht legal.

Wie kann ein wirksamer Schutz vor Handy-Spionage erreicht werden?

Leider gibt es den perfekten Schutz nicht (sonst hätten wir schließlich schon sehr viel früher über die Spionageaffären der Geheimdienste erfahren). Einige Maßnahmen senken aber immerhin das Risiko oder sperren Anwender zeitweise aus. Zu beachten ist beispielsweise die Installation von Apps: Das sollte nur dann erfolgen, wenn die App aus dem Google Play Store, dem App-Store von Apple oder dem Windows Store von Microsoft stammt. Fragwürdige Quellen aus dem Internet ohne Zertifikat oder Signatur sind hinsichtlich der Sicherheit nicht akzeptabel.

Ein kurzfristiges Verleihen an Personen, welche man entweder nicht kennt oder denen man nicht vertraut, sollte ebenfalls vermieden werden. Die Installation von Spionage-Software dauert in den richtigen Händen nur wenige Minuten. Software wie avast! Mobile Security & Antivirus sowie CM Security oder Lookout Mobile Security können Bedrohungen ebenfalls identifizieren und im Notfall auch unbekannte Trojaner erkennen. Wer ganz sichergehen möchte, deaktiviert die Internetverbindung und Bluetooth: Ohne eine Verbindung zur Außenwelt kann auch die beste Spionage-Software keine Daten übermitteln.

Konstantin von Notz zu Handyspionage

Der folgende Ausschnitt zeigt den Bundestagsabgeordneten Konstantin von Notz, der für die Grünen vor allem im Bereich des Datenschutzes aktiv und Jurist ist. In einem kurzen Clip aus dem report München äußert er sich zum Thema Datenschutz und Spionage und geht dabei auch auf die veralteten Gesetze zu dieser Thematik ein: