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Handyortung jetzt starten »

Wie kann man ein Handy orten?

handy-orten-mit-strassennetzIn unserem umfangreichen und immer aktuellen Ratgeber finden Sie alles zum Thema Handyortung, Mobil-Spionage und Handy-Sicherheit. Darunter:

  • Testberichte zu gängigen Ortungsdiensten, -methoden und -Apps
  • Wie Sie Ihr Handy gegen Verlust und Diebstahl absichern können
  • Tipps zum Schutz vor ungewollter Ortung und Handy-Überwachung
  • Antworten auf häufig gestellte Fragen zum Thema Handyortung

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Wann macht eine Handyortung Sinn?

Zu den Motiven, warum man den Standort eines Handys, Smartphones oder eines anderen mobile Endgerätes bestimmen möchte, zählen:

Man hat das Handy verloren
Das Handy wurde geklaut
Den Aufenthaltsort der eigenen Kinder überwachen
Den eigenen Partner überwachen
Senioren oder pflegebürftige Menschen im Notfall schnell helfen können
Erstellung von Bewegungsprofilen und elektronischen Fahrtenbücher für PKWs oder LKWs
Kontrolle von Mitarbeitern, vor allem im Außendienst
Schauen, ob die eigenen Freunde in der Nähe sind, um sich mit ihnen zu treffen
Lokalisierung des Handys im Rahmen einer Dating- oder One-Night-Stand-App

Welche Ortungsmethoden gibt es, um Handys zu lokalisiert?

Die Ortung von Smartphones oder auch bestimmten Tablets kann über zwei Methoden realisiert werden, welche unterschiedliche Anforderungen mitbringen und sich vor allem hinsichtlich der Genauigkeit unterscheiden:

Vorteile

  • Jedes Handy ist, unabhängig von Alter, Hersteller, Betriebssystem oder anderen Eigenschaften, mit der GSM-Ortung kompatibel.
  • Eine vorherige Installation von Apps oder auch eine gesonderte Konfiguration des Smartphones sind nicht erforderlich.
  • Eine hohe Dichte an Sendemasten sorgt dafür, dass auch die GSM-Methode in Ballungszentren recht präzise funktioniert.
  • Wirkt auch innerhalb von Gebäuden, sofern das Handy mit einem Sendemast verbunden ist.
Nachteile
  • Ohne eine ausreichende Menge an Sendemasten ist die Präzision eingeschränkt, was den Nutzen in ländlichen Gebieten verringert.
  • Setzt zwingend den erwähnten Handyempfang voraus.

Vorteile

  • Ermöglicht die exakte Lokalisierung auf wenige Meter genau.
Nachteile
  • In Gebäuden sowie generell den meisten überdachten Gebieten oder auch in Tälern ist eine Erfassung nahezu unmöglich.
  • Als technische Voraussetzung muss das zu erfassende Gerät zwingend GPS unterstützen.
  • Eine Vorkonfiguration ist in Form von speziellen Einstellungen und/oder einer Ortungs-App notwendig.

Häufige gestellte Fragen

Die Handyortung ist insbesondere rechtlich gesehen ein unsicheres Pflaster. An dieser Stelle werden daher einige der am häufigsten gestellten Fragen beantwortet.

1. Wie teuer ist die Handyortung?

Die positive Nachricht gleich zu Beginn lautet, dass eine Handylokalisierung durch ein wenig Weitsicht kostenlos erhältlich ist. Die häufig an Bord befindlichen Mittel, welche in den aktuellen Betriebssystemen Android, Windows 10 Mobile und iOS integriert sind, reichen für eine kostenlose Ortung aus. Damit dieser Lokalisierungsdienst genutzt werden kann, sind jedoch einige technische Voraussetzungen zwingend zu erfüllen:

  • Das Smartphone darf eine gewisse Altersgrenze nicht überschreiten, da ein GPS-Modul unbedingt im Gerät integriert sein muss.
  • Während der Ortung muss das Handy eingeschaltet sein, da das GPS-Modul ansonsten logischerweise ebenfalls ausgeschaltet ist.
  • Auf der Suche nach einem verlorenen Handy muss sich der Anwender auf einem Web-Interface des Herstellers einloggen. Dazu sind Passwort und Benutzername notwendig, und diese Daten müssen natürlich vor dem eigentlichen Verlust eingegeben werden.

 

Geld kostet eine Handyortung dann, wenn ein externer Dienstleister mit der Lokalisierung beauftragt wird. Notwendig ist dieser Schritt vor allem dann, wenn nicht die Ortung des eigenen Handys erfolgen, sondern das Gerät einer anderen Person aufgespürt werden soll. Die notwendigen Zugangsdaten und auch die Apps, die auf dem Smartphone installiert sind, werden in diesem Fall häufig nicht bekannt sein, was die Arbeit erschwert. Achtung: In den beschriebenen Situationen ist eine Ortung des Handys fast immer illegal! Bevor ein Handy lokalisiert werden soll, ist daher dringend anzuraten, die derzeitige Rechtsprechung für die Handyortung fremder Smartphones zu überprüfen!

Ein weiterer Stolperstein wartet dann, wenn das zu ortende Handy nicht über das bereits erwähnte GPS-Modul verfügt. Eine einigermaßen präzise Ortung ist dann nur über GSM möglich, doch das wiederum kostet bei den meisten Dienstleistern im Bereich der Handylokalisierung Geld. Um sicherzugehen, ist es außerdem ratsam, vor einem Vertragsabschluss über die Handyortung Informationen über die genaue Lokalisierungsmethode einzuholen. Nicht immer halten sich die Anbietern nämlich tatsächlich an das eigene „GSM-Aushängeschild“.

Die letztendlichen Kosten sind variabel und hängen in erster Linie vom Anbieter ab. Unterschiede bei der Preisgestaltung ergeben sich unter anderem durch das gebuchte Paket – also ob es sich um eine einzelne Ortung oder ein Abonnement über mehrere Ortungen handelt. Ein aus unserer Sicht empfehlenswerter, seriös arbeitender Lokalisierungsdienst ist HandyOrten.de, dort werden beispielsweise 20 Ortungen für einen Preis von einmaligen 29,90 Euro angeboten.

2. Wann ist eine Handyortung legal?

In Deutschland fällt die Rechtsprechung hinsichtlich der Handylokalisierung (oder auch der Spionage anderer Smartphones) eindeutig aus. Will man teilweise hohe Strafen umgehen, sollte man diese Regeln keinesfalls ignorieren.

Das eigene Handy darf jederzeit geortet werden, was auch externe Dienstleister anschließt. Auch die (theoretische) Abhörung des eigenen Smartphones ist erlaubt. Die eigenen Kinder dürfen ebenfalls ohne deren Wissen abgehört und lokalisiert werden, solange diese noch minderjährig sind. Sollte die Person, deren Handy das Ziel der Lokalisierung oder der Spionage ist, über diese Tatsachen informiert sein, ist dies ebenfalls legal. Eine realistische Situation ist beispielsweise die Überwachung von Diensthandys durch den Arbeitgeber. Ohne die erwähnte Zustimmung der auszuspionierenden Personen ist dies aber wiederum nicht gestattet, auch dürfen die vertraglich festgelegten Formen der Spionage nicht überschritten werden.

2.1 Welche Strafen sind bei einer Handyverfolgung ohne Erlaubnis der Zielperson zu erwarten?

Es handelt sich in diesem Fall nicht um ein einfaches Kavaliersdelikt, das man „unter Freunden“ mal „zum Spaß“ macht. Glücklicherweise leben wir in einem Staat, der der Privatsphäre seiner Bürger noch ein recht hohe Bedeutung zukommen lässt. Unter jene Privatsphäre fallen auch Gesprächsdaten sowohl in verbaler als auch geschriebener Form sowie Daten bezüglich des aktuellen Aufenthaltsorts. Bei einer Missachtung dieses Gesetzes und bei einer darauf folgenden Anzeige kann das Strafmaß von Geldstrafen bis hin zum Freiheitsentzug reichen.

Dieser harte Schutz des Persönlichkeitsrechts führt letztendlich dazu, dass auch Rettungsdienste oder die Exekutive in Form unserer Polizei nicht ohne Grund Handys orten oder abhören dürfen. Ausnahmefälle – wie etwa bei einer begangenen Straftat oder dem berechtigten Glauben daran, dass eine Verletzungs – oder Lebensgefahr besteht – bestätigen diese Regel. Ohne einen Beschluss seitens eines Richters oder Staatsanwalts ist aber auch die Polizei nicht berechtigt, eine Handyortung durchführen zu lassen.

3. Wie funktioniert die Ortung älterer Handys?

Eine Lokalisierung von Handys oder Feature-Phones ist auch dann möglich, wenn diese Geräte nicht mit Windows 10 Mobile, Android oder iOS ausgestattet sind. Diese Technik hört auf den Namen GSM-Ortung, was nichts anderes bedeutet, als dass das Gerät über die Verbindung zu einem Sendemast erfasst wird – und nicht über das (in diesem Fall ohnehin nicht vorhandene) GPS-Modul.

Bei älteren Geräten stehen die Anbieter inzwischen jedoch vor dem Problem, dass keine Apps auf dem zu ortenden Handy installiert werden können – welche jedoch von aktueller Lokalisierungssoftware vorausgesetzt werden. Eine Alternative ist der Weg über die Handynummer des zu findenden Geräts mitsamt einer Bestätigung in Form einer SMS-Nachricht. Selbstverständlich ändert dies an der rechtlichen Situation nichts, sodass eine Ortung nur im Falle des eigenen Handys oder nach Zustimmung des rechtmäßigen Besitzers erlaubt ist.

4. Welche Schutzmaßnahmen sind gegen Ortung und Spionage durch Dritte wirksam?

Bei einer potenziellen Überwachung des eigenen Handys oder auch nur dem Gefühl, dass das Gerät überwacht werden könnte, hilft die Kontrolle der installierten Apps. Wie bereits erwähnt, ist es ohne Zugriff auf das Smartphone schwierig, eine umfassende Spionage durchzuführen. Falls dort keine verdächtigen Apps auftauchen, ist spezielle Anti-Spionage-Software ein ratsamer Schritt. Wir haben zu diesem Zweck einen kurzen Ratgeber zum Thema Schutz vor Handyortung zusammengestellt.

5. Wie funktioniert GSM-Ortung?

gsm-ortung-triangulationGrundsätzlich ist eine Ortung über die GSM-Methode nur möglich, wenn das zu ortende Handy mit einem Sendemast in der Nähe verbunden ist. Dazu muss es selbstverständlich eingeschaltet sein.

Da sich das Handy automatisch den nächstgelegenen Sendemasten sucht und danach die Informationen über das Gerät selbst sowie einige Daten speichert werden, kann anschließend mit Sicherheit gesagt werden, in welchem Umkreis sich der Nutzer des Handys aufhält. Wer ein Handy über die GSM-Methode orten möchte, kann also niemals den tatsächlichen Standort des Geräts festlegen, sondern nur die Position des nächstgelegenen Sendemastes. Gerade in ländlichen Arealen ist das ein Problem: Da sich dort nur wenige Sendemasten befinden, befindet sich der Nutzer eines Handys meist innerhalb eines Kreises mit einem Radius von mehreren hundert Metern. Eine exakte Lokalisierung ist daher nicht möglich.

Präziser läuft die Ortung hingegen innerhalb von Ballungszentren wie Städten ab, denn dort gibt es genügend Sendemasten, um den Aufenthaltsort des Nutzers vernünftig eingrenzen zu können. Die technischen Hintergründe der GSM-Ortung sind selbstverständlich ebenso komplex wie die Kommunikation zwischen dem Sendemast und dem Handy selbst. Einen genaueren Einblick in die Funktionsweise beziehungsweise das Prinzip hinter der Technik liefert der folgende Clip aus der Sendung mit der Maus. Trotz des Alters des Videos lassen sich die dort beschriebenen Grundlagen auch auf heutige Techniken übertragen:

6. Ist die Ortung eines ausgeschalteten Handys möglich?

Aktuelle Smartphones sind ebenso leistungsstark wie kurzlebig, denn deren Komponenten saugen auch zu 100 % gefüllte Akkus schnell leer. Mehr als maximal zwei Tage halten diese Geräte daher nicht durch. Wenn das zu ortende Smartphone zu dieser Geräteklasse zählt, ist also Eile geboten, um das Handy aufzuspüren. Glück im Unglück gilt nur dann, wenn das Gerät gestohlen wurde und die Person das Smartphone auflädt.

6.1 Welche Voraussetzungen müssen für eine erfolgreiche Ortung gegeben sein?

Eine erfolgreiche Lokalisierung ist nur dann möglich, wenn das Handy Informationen in Form von Signalen senden kann – ob es sich um GPS-Daten oder GSM-Einwahlversuche handelt, ist erst einmal nebensächlich. Da jedoch beide Datentypen nur dann gesendet werden, wenn das Smartphone eingeschaltet ist, kann eine Lokalisierung bei einem komplett ausgeschalteten Handy unter keinen Umständen erfolgen.

6.2 Gibt es Ausnahmen von dieser Regel?

Nicht direkt: Es gibt Apps, welche dafür sorgen, dass das Gerät beim Betätigen des Schalters nicht ausgeschaltet wird, sondern in einen Standby-Modus fällt. Dadurch werden GPS-Koordinaten oder GSM-Daten noch immer übermittelt, allerdings bekommt der Dieb – sofern es sich um einen Diebstahl handelt – dies nicht unbedingt mit. Am generellen Problem ändert dies jedoch nichts: Sobald der Akku tatsächlich erschöpft ist, kann eine Ortung nicht mehr erfolgen. Das wirft nebenbei das Problem auf, dass technisch versierte Diebe dem Handy einfach den Akku entnehmen, um eine Lokalisierung zu unterbinden.

6.3 Welche Maßnahmen sind bei einem ausgeschalteten Handy also ratsam?

Sobald dem Gerät die Akkureserven zuneige gehen, sendet es noch einmal letzte Informationen über den aktuellen Standort aus. Falls das Gerät bei einem Ausflug in die freie Natur verloren wurde, wird es sehr wahrscheinlich an seinem letzten bekannten Standpunkt verweilen und eine Rettung des Geräts ist denkbar. Ein Dieb, der das Handy gestohlen hat, wird am Tatort jedoch nicht verbleiben, in diesem Fall ist eine Lokalisierung des letzten Standorts also sehr wahrscheinlich sinnlos.

6.4 Warum kann selbst die Polizei keine ausgeschalteten Handys orten?

Sprichwörtlich könnte man festhalten: Auch die Polizei kocht nur mit Wasser. Ohne GPS- oder GSM-Zugang kann auch die Exekutive in unserem Land kein Handy orten, denn die technische Entwicklung lässt dies (noch?) nicht zu. Ohne eingeschaltetes Handy wird also keine Lokalisierung möglich sein. Ohnehin würde die Polizei aber nur dann aktiv werden, wenn schwere Straftaten oder Bedrohungen vorliegen. Auch nachgewiesener Diebstahl wird nicht durch die Methode der Handylokalisierung untersucht, da es sich nicht um ein schweres Delikt handelt.

7. Ist die Ortung eines Symbian-Handys möglich?

Das ursprünglich von Nokia entwickelte Betriebssystem fristet auch heute noch auf zahlreichen Features-Phones sein Dasein. Die Ortung dieser Handys ist mit den entsprechenden Apps – wie etwa Phone Locator, MobiTracker, Easy Locator oder Phone Guardian – nach wie vor möglich. Da es sich meistens um eher einfache Geräte handelt, die nicht über ein GPS-Modul verfügen, ist die Möglichkeit der GSM-Lokalisierung über einen der hier erwähnten Ortungsdienste jedoch oft die beste Option.

8. Funktioniert die Handy-Ortung auch ohne GPS-Modul?

Ja: Wie bereits beschrieben, sind ausnahmslos alle Handys auch über die GSM-Verbindung lokalisierbar. Der große Unterschied zur GPS-Technik ist die Präzision, da GSM-Ortungen teilweise stark vom tatsächlichen Standpunkt des Handys abweichen können. Als Faustregel gilt, dass eine höhere Anzahl an Sendemasten in der Umgebung auch die Wahrscheinlichkeit für eine exakte Ortung erhöht. In Städten klappt diese Lokalisierung daher immer wesentlich besser als auf dem Land oder gar in der freien Natur.